Escape the Literaturhaus: Schreibt euch raus!

Die Tür fällt ins Schloss. Das Licht geht aus und plötzlich ist klar: Der Weg hinaus führt nur über die Sprache.
Für die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Vorarlberg wurde das Literaturhaus an einem Dienstagabend im März zum Spielfeld für ein besonderes Teamerlebnis. Zwei Gruppen, ließen sich über eine Geschichte von uns im alten Dienstbotengang der Villa Franziska und Iwan Rosenthal einschließen, um sich dann gemeinsam wieder rauszuschreiben.
Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen die Spieler:innen mehrere Stationen, die immer wieder neue Impulse setzten, Perspektiven verschoben und unter Zeitdruck Entscheidungen forderten. Schritt für Schritt entwickelten die Teams auf diese Weise ihre Erzählungen weiter und begaben sich damit in einen dynamischen Prozess, der die Gruppen immer tiefer in ihre eigenen Geschichten hineinzog.
Gemeinsam erlebten wir einen intensiven, überraschend lebendigen Abend: Ideen wurden in Sekunden geboren, verworfen, weitergedreht. Sätze entstanden im Gespräch. Schreiben wurde zur Teamarbeit und genau darin lag die Energie des Abends.








Entstanden sind zwei völlig unterschiedliche Erzählungen: Während eine Gruppe einer Staubmilbe durch eisige Erfahrungen folgte, begleitete die andere Josi. Eine geheimnisvolle Frauenfigur, die durch die Zeiten wandert, mehrere Leben lebt und doch immer wieder alles vergisst. Erinnerungen blitzen nur punktuell auf: an den Moment, in dem sie den türkischen Honig erfand, oder an ein Leben als Hatschepsut, die ihr Volk regiert. So oder so: beide Texte wurden im Rahmen der abschließenden Blitzlesung auf der Literaturhausbühne unter gebührendem Applaus gefeiert!
Was beide Gruppen verband, war das gemeinsame Ringen um eine Geschichte. Bilder, Sprache, Ton, all das und mehr wurde miteinander ausgehandelt. An diesem Abend schrieb niemand allein. Jeder Text entstand im Kollektiv. Deshalb stand am Ende nicht nur ein gelöster „Escape“, sondern ein gemeinsames Erlebnis. Was viele überrascht hat: wie viel Leichtigkeit im Schreiben liegen kann, wenn man es miteinander teilt.






