Ort
Radetzkystraße 1, Hohenems
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vorarlberg museum: Jüdische Baukultur in Hohenems

Jüdische Baukultur © Frauke Kühn
Barbara Keiler (Landeskonservatorat Voralberg) sprach über Jüdische Baukultur © Frauke Kühn

Die denkmalgeschützten Häuser im Jüdischen Viertel und in der Marktgasse sind lebendige Zeugnisse der Hohenemser Stadtgeschichte – und standen im Mittelpunkt eines intensiven Abends über jüdische Baukultur, den das vorarlberg museum gemeinsam mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck im Literaturhaus Vorarlberg veranstaltete.

Kuratorin Dinah Ehrenfreund-Michler (Jüdisches Museum Hohenems) fragte in ihrem Vortrag, „Was ist jüdisch am Jüdischen Viertel?“ und zeigte auf, wie eng Sozialgeschichte, religiöses Leben und Architektur in Hohenems miteinander verwoben sind – von der Synagoge über die Mikwe bis zum Friedhof. Landeskonservatorin Barbara Keiler lenkte den Blick auf prägende Bauten wie das Café Kitzinger, das Brettauerhaus und das Elkanhaus und berichtete von den Herausforderungen und Erfolgen der behutsamen Revitalisierung, vielfach ausgezeichnet mit dem Vorarlberger Althauspreis.

Architekt Christopher Schneeweiß durch den Abend, an dem auch Philipp Zitzlsperger, Leiter des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck, und Michael Kasper, Direktor des vorarlberg museums, unter den Gästen waren. Im vollbesetzten Literaturhaus entspann sich eine lebhafte Diskussion, die eindrucksvoll zeigte, wie vielschichtig das bauliche Erbe des Jüdischen Viertels bis heute wirkt.