Schreibclub für junge Menschen

Missing Link der jungen Theaterszene

Schreibclub für junge Menschen © Frauke Kühn
Schreibclub für junge Menschen © Frauke Kühn

Wie entsteht eigentlich ein Theaterstück? Und was braucht es, damit junge Menschen selbst zu Autor:innen für die Bühne werden? Genau diesen Fragen widmete sich der Schreibclub für junge Menschen, der sich unter dem Motto „Next Generation“ begleitet vom Vorarlberger Landesverband für Amateurtheater (Projektleitung), von der literatur:vorarlberg, dem Vorarlberger Landestheater, LändleSlam und dem Literaturhaus Vorarlberg auf eine besondere Reise gemacht hat.

In sechs Workshops entwickelten die fünf jungen Nachwuchsautor:innen Jakob Behnke, Elina Hämmerle, Carolina Oberleitner, Leonie Riedmann und Katharina Seidl ihre eigenen dramatischen Texte: Vom ersten Einfall über intensive Überarbeitungsphasen bis hin zur fertigen Szene. Begleitet wurden sie dabei von Autorin und Workshopleiterin Ines Rhomberg sowie von individuellen professionellen Feedbacks der Autorin Daniela Egger und des LVA-Geschäftsführers Christoph Daigl.

Am 25. Juni 2026 war es schließlich so weit: Im Literaturhaus Vorarlberg wurden die entstandenen Texte der Teilnehmenden in szenischen Lesungen von Theaterpädagogin Sara Baric und Schauspieler David Kopp zum Leben erweckt.

Die kurzen Stücke beeindruckten mit ihrer Vielfalt: Mal berührend, mal humorvoll, mal skurril erzählten sie von Freundschaft, Identität, Träumen und unerwarteten Begegnungen. Ein verstorbener Pfarrer, eine sprechende Krähe, ein vermeintlicher Spion im Hotel oder eine Figur, die sich dem ständigen Funktionieren widersetzt, die jungen Autor:innen bewiesen eindrucksvoll, wie fantasievoll und überraschend zeitgenössisches Schreiben für die Bühne sein kann.

„Dieses Projekt ist ein Missing Link. Neben jenen, die Theater besuchen oder auf der Bühne stehen, braucht es auch Menschen, die neue Theatertexte schreiben und damit die Zukunft des Theaters mitgestalten.“ Michael Schiemer, Leiter der Theaterpädagogik am Vorarlberger Landestheater

Beim anschließenden Gespräch mit Ines Rhomberg gaben die Nachwuchsautor persönliche Einblicke in ihren Schreibprozess und erzählten von den Herausforderungen und Möglichkeiten des dramatischen Schreibens. Das Publikum dankte mit großem Applaus, bevor der Abend bei einem sommerlichen Apéro im Park des Literaturhauses einen stimmungsvollen Ausklang fand.