Radetzkystrasse 1 – Live: Mirjam Zadoff | Wie wir überwintern

An einem dunklen, kalten und regnerischen Februarabend startete die zweite Live-Ausgabe der Radetzkystrasse 1 im Esszimmer des Literaturhauses Vorarlberg und führte direkt hinein in einen Abend über Zuversicht in Zeiten von Dauerkrisen. Zu Gast war die Historikerin und Autorin Mirjam Zadoff mit ihrem Buch Wie wir überwintern. Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten (Hanser Verlag). Ein Buch, das keinen Trost verspricht, sondern Praxis. Es fragt danach, wie wir in Zeiten, in denen uns die Welt als komplexes Problem erscheint, handlungsfähig bleiben. Ohne dabei hart zu werden – oder müde.




Mirjam Zadoff sprach über „shock fatigue“, wenn wir uns der Flut negativer Nachrichten machtlos ausgeliefert fühlen. Sie sprach aber auch darüber, dass Demokratie ihre Selbstverständlichkeit eingebüßt hat und wie wir uns dem entgegenstellen können, um die Zukunft wieder in unseren Händen zu haben.
In ihren Lesungen der Kapitel „Die Zukunft in der Hand“, „Lest Bücher“ und „Holt Atem“ wurde deutlich: Zuversicht ist keine Eigenschaft, sondern eine Übung. Sie entsteht in Begegnung: in Bibliotheken, Gesprächen, in Freundschaften immer dann, wenn man sich als handlungsfähig erleben kann.


Musikalischer Höhepunkt des Abends war der live gespielte Podcast-Jingle. Komponiert von Marcus Nigsch, verliehen Monica Tarcsay (Violine), Gyöngyi Ellensohn (Bratsche), Fabian Jäger (Cello) und Darius Grimmel (Kontrabass) mit ihrem Beitrag dem Gespräch, dem Abend und dem Raum eine einzigartige Atmosphäre! Judith Berchtel, die Buchhändlerin aus Feldkirch, hatte ihren Büchertisch im Gartensalon mit einer breiten Auswahl an Buchempfehlungen von Mirjam Zadoff und natürlich mit Schokolade ausgestattet!

Mit einem Klick könnt ihr die gesamte Folge ‚Wie wir überwintern: Ein Abend über Zuversicht‚ auf Spotify anhören. Wir wünschen euch viel Hörvergnügen!







