Schnupperstunde: Wasser erzählen
Was haben eine Kläranlage, das Museum Rheinschauen und ein Pen&Paper-Spiel gemeinsam? Für die Schüler:innen der Klasse 3a der Mittelschule Hohenems Herrenried führte genau diese Spur ins Literaturhaus Vorarlberg.

Im Rahmen ihrer Projekttage zum Thema Wasser besuchten die Schüler unterschiedliche Orte rund um das Element, das unseren Alltag prägt und gleichzeitig oft selbstverständlich erscheint. Neben Stationen im Hallenbad, der Kläranlage und dem Museum Rheinschauen in Lustenau ging es für die Jugendlichen auch ins Literaturhaus, wo sich auch alles rund ums Wasser drehte – aber eben aus dem Blickwinkel der Sprache.
Zum Einstieg wurde es sofort lebendig: Bei einer Aufwärmübung entstanden aus unzähligen einzelnen Wörtern im Schnelltakt absurde, überraschende und lustige Geschichten.
Gleich danach teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf und erkundete unterschiedliche literarische Zugänge zum Thema Wasser.
In einem Pen&Paper-Spiel mit dem Titel „Die letzten Quellen“ erfanden die Jugendlichen eine neue Welt, in der Wasser zur bedrohten Ressource geworden ist. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach letzten Quellen und schmiedeten Pläne, um sie zu schützen.



An der Zevenaar-Station schrieben die Teenager siebenzeilige Gedichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: aus dem Inneren eines großen Rohrs in der Kläranlage, vom Boden eines Schwimmbeckens oder von einem stillen Platz am Alten Rhein.
Bei der Black-Out Poetry arbeiteten die Schüler mit Michael Stavaričs Text „Können Wale rückwärts schwimmen?“ aus dem Buch ‚Faszination Wale‘ (Leykam Verlag). Zwischen den bereits vorhandenen Sätzen des Autors suchten die jungen Leser:innen nach versteckten Geschichten. Dafür schwärzten sie Textstellen, Worte oder auch Buchstaben und ließen neue Bedeutungen auftauchen.





Was für ein konzentrierter und gleichzeitig offener Vormittag. Entstanden sind fantasievolle Geschichten, überraschende Gedichte und viele kleine Wasser-Momente zwischen geschwärzten Zeilen. Texte, die davon erzählen, wie genau die Jugendlichen ihre Umwelt beobachten und wie mutig sie sich im Literaturhaus auf Sprache eingelassen haben.
Kommt wieder! Jederzeit! So wie ihr seid!






