#tinyliteraturhaus: voller Überraschungen!
Kurz vor der Eröffnung des Literaturhauses Vorarlberg macht das #tinyliteraturhaus noch einen Halt in Hohenems: Wir waren damit eine Woche lang in der Mittelschule & Sportmittelschule Hohenems-Markt zu Gast. Dort haben wir Lehrer:innen und Schüler:innen kennengelernt, mit ihnen kreatives Schreiben ausprobiert und nachgespürt, welche Art von Literatur sie am liebsten mögen.

Während ihrer Deutschstunde besuchten uns zwei 3. Klassen sowie eine 2. und eine 4. Klasse mit ihren Lehrpersonen Silvia Moosbrugger, Dominik Brugger, Renate Sagmeister und Monika Stefanon beim #tinyliteraturhaus. Marina vom Literaturhaus hat einen kurzen Workshop mit kreativem Schreibimpuls für die Schüler:innen mitgebracht.
Auf die Frage, wer denn gerne schreibt, reagierten manche zunächst zurückhaltend und schüttelten den Kopf. Einige Schüler:innen bejahten sie freudig. Mit dieser Einstiegsfrage wollte Marina herausfinden, welche Haltung die Schüler:innen zum Schreiben haben, denn als kreativen Impus hat sie den Schüler:innen das „automatische Schreiben“ mitgebracht.
Nach einer kurzen Erklärung hatten die Schüler:innen vier Minuten Zeit, alles aufzuschreiben, was ihnen einfällt – egal, ob in ganzen Sätzen, auf Hochdeutsch, im Dialekt oder in einer anderen Sprache. Es war auch egal, ob das Geschriebene Sinn ergibt. Das Wichtigste war: Vier Minuten lang ohne Unterbrechung zu schreiben. Marina betonte zudem, dass das Geschriebene geheim bleiben durfte – niemand musste vorlesen oder erzählen, was er oder sie verfasst hatte.






Nach Ablauf der vier Minuten war Marina gespannt, wie es den Schüler:innen gegangen war. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Zwei Schüler:innen erzählten, dass sie gerne noch weitergeschrieben hätten, und gaben einen Einblick in die Geschichte, die sie begonnen hatten – und wie sie weitergegangen wäre, hätten sie mehr Zeit gehabt.
Ein Schüler empfand das Schreiben als befreiend, während andere es lustig fanden, was ihnen alles eingefallen war. Anschließend bat Marina die Schüler:innen, noch einmal auf ihr Blatt zu schauen, und stellte die Frage: „Steht auf eurem Zettel etwas, das euch überrascht hat?“
Während einige keine großen Überraschungen entdeckten, stimmten andere begeistert zu und nickten. Ja, es gab tatsächlich Wörter, Sätze und Formulierungen, die sie erstaunten – aber niemand musste verraten, welche es waren. Marina gab den Schüler:innen mit, dass Schreiben oft Überraschungen bereithält und man am Anfang selten genau weiß, wohin es einen führt: Es können persönliche, lustige, unterhaltsame oder eben überraschende Geschichten und Texte entstehen.
Überraschungen gibt es aber nicht nur beim Schreiben, sondern auch im Literaturhaus: Marina lud die Schüler:innen damit ein, das Literaturhaus ab April zu besuchen. Dort finden die Schüler:innen einen ruhigen Platz, um Hausaufgaben zu machen oder zu lernen. Es warten aber auch literarische Schnitzeljagden, neue Bücher zum Reinlesen oder ein Podcast-Gerät, um einen eigenen Podcast aufzunehmen. Einmal im Monat gibt es bei #deinebühne auch die Möglichkeit, die Literaturhaus-Bühne für sich und die eigenen Geschichten oder Rap-Songs zu nutzen und sich vor Publikum auszuprobieren.
Danach lud Marina die Schüler:innen und ihre Lehrpersonen ein, beim #tinyliteraturhaus abzustimmen, auf welche Art sie Literatur am liebsten mögen. Die Antwort war eindeutig: Film! Aber auch Podcast, BookTook, Krimis & Thriller und Fantasy sind bei den Schüler:innen beliebt.
Zum Abschluss haben die Schüler:innen ihre Wünsche und Ideen verraten, die sie dem Literaturhaus Vorarlberg vor seiner Eröffnung im April mit auf den Weg geben möchten. Im Zentrum stand die Frage: Was braucht ein Ort, damit du dich wohlfühlst? Ihre Antworten haben die Schüler:innen auf die Wände des #tinyliteraturhauses geschrieben:




Als kleines Dankeschön durften die Schüler:innen anschließend bunte Kuverts vom #tinyliteraturhaus mitnehmen. Darin verstecken sich kleine kreative Impulse aus dem Literaturhaus. Bei dem Impuls „Erfinde das längste Wort der Welt!“ rief ein Schüler begeistert: „Das wollte ich schon immer machen!“


Wir möchten uns ganz herzlich bei den Schüler:innen der Mittelschule & Sportmittelschule Hohenems-Markt für ihre Begeisterung, ihr Mitmachen und ihr Engagement bedanken – danke für eure Geschichten und Wünsche! Dankeschön an die Schulleitung Renate Moosmann sowie an Silvia Moosbrugger, Dominik Brugger, Renate Sagmeister und Monika Stefanon für ihre Bereitschaft das #tinyliteraturhaus schon jetzt zu erleben. Wir bedanken uns außerdem ganz herzlich bei Schulwart Levin Bösch, dem Werkhof und Meltem Polatkan (Schulen, Bildung, Frauen Stadt Hohenems), die sich so fabelhaft um den Transport vom #tinyliteraturhaus gekümmert haben!






