Für Sorge schreiben: Schreibworkshop mit Clara Heinrich

Wie lässt sich Fürsorge in Worte fassen? Als Handlung, als Haltung, als Sprache? Im Schreibworkshop Für Sorge schreiben lud Autorin Clara Heinrich dazu ein, Erfahrungen mit Pflege, Verantwortung und Zuwendung durch den Akt des kreativen Schreibens zu erkunden.
In offener und respektvoller Atmosphäre haben die Teilnehmer:innen dafür gemeinsam an Texten über Care geschrieben. Mit dem Workshop-Titel Für Sorge schreiben nahm die Fürsorge im Schreiben eine Doppelrolle ein: Einerseits ein Schreiben über die Fürsorge, andererseits das Schreiben als Selbstfürsorge. In verschiedenen Ansätzen – lyrisch, essayistisch, prosaisch – wurden verschiedene Formate, von Collagen bis hin zu Postkarten versucht. Es entstanden starke, humorvolle und intime Texte, die die Kraft von kollektiven Schreibversuchen unterstreichen.
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie Sprache das Unsagbare greifbar machen und wie fürsorglich das Schreiben selbst sein kann. Ein stiller, intensiver Nachmittag im Literaturhaus Vorarlberg, getragen von Aufmerksamkeit, Resonanz und der Kraft der Worte.
„FÜR SORGE SCHREIBEN“ bedeutete für mich weit mehr, als nur Worte für meine Gefühle zu finden. Es war ein innerer Aufruf, FÜRSORGE nicht nur zu empfinden, sondern sie durch verantwortungsvolles und demokratisches Handeln lebendig werden zu lassen.
Danke, Clara! (Angela Jäger)
„Der Schreibworkshop mit Clara Heinrich im Literaturhaus zum Thema „Für Sorge schreiben“ am 24.10. war für mich eine sehr schöne und inspirierende Erfahrung. Das gemeinsame Schreiben, Vorlesen und Zuhören in einer kleinen intimen Runde, das Teilen eigener Erfahrungen und Erlebnisse zu Pflege und Sorge für Angehörige, das Eintauchen in kleine, sehr persönliche Geschichten war für alle Teilnehmenden bereichernd und berührend. Danke an das Literaturhaus, diese Möglichkeit angeboten zu haben und Danke an Clara Heinrich für ihre sensible und wertschätzende Durchführung des Workshops.“ (Stefan Arlanch)
Clara Heinrich wurde 1993 geboren und studierte Sprachkunst und Politikwissenschaft in Wien, Berlin sowie Aix-en-Provence. Sie war Finalistin beim Literaturpreis Open Mike 2019 in Berlin und hat 2021 für einen Auszug aus Pusztagold (erschienen beim AKI-Verlag) den Burgenländischen Literaturpreis gewonnen. 2022 war sie Stipendiatin beim Klagenfurter Literaturkurs und 2023 stand sie auf der Shortlist für den Wortmeldungen-Förderpreis. Clara Heinrich veröffentlichte Gedichte in diversen Anthologien und Magazinen, unter anderem in der Edit, im Process*in und in der Open Poems Anthologie beim Poesiefestival Berlin. Heute lebt sie im Osten von Österreich und betreibt dort die Marktgärtnerei Clarence Gärten. Pusztagold ist ihr literarisches Debüt.

