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Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier: Was sehe ich, wenn ich die Welt anschaue?

Michael Köhlmeier: Was sehe ich, wenn ich die Welt anschaue © Frauke Kühn
Michael Köhlmeier blickte im Literaturhaus auf die Welt © Frauke Kühn
Wie betrachten wir die Welt – und was bedeutet es, eine ,Weltanschauung‘ zu formen?

Mit einem Abend voller Erzählkunst, Philosophie und persönlicher Einblicke eröffnete Michael Köhlmeier am 24. Oktober seine neue Veranstaltungsreihe im Literaturhaus Vorarlberg. Unter dem Titel „Was sehe ich, wenn ich die Welt anschaue?“ spannte der bekannte Autor den Bogen von den magischen Märchen seiner Großmutter über die mythologischen Deutungen seines Vaters bis hin zu den religiösen und aufklärerischen Blicken auf die Welt.

Mit literarischen Beispielen von den Brüdern Grimm über Ovid bis James Joyce zeigte Köhlmeier, wie vielfältig unsere Sicht auf die Welt sein kann und wie die Literatur zu einem Spiegel wird – nicht nur der Welt, sondern unserer Art, sie zu sehen. So war dieser Abend nicht zuletzt auch eine Einladung, den eigenen Blick zu hinterfragen und bei aller Erklärung und Logik dem Staunen wieder eine Chance zu geben.

Wir blicken begeistert auf einen Abend zurück, an dem die Wahrnehmung selbst zur Entdeckung werden durfte. Ein Auftakt, der die Vorfreude auf die Fortsetzung der Reihe am Dienstag 10. Dezember 2026 um 19 Uhr steigerte. An diesem Abend wird Michael Köhlmeier unter dem Titel ‚Michael Köhlmeier & friends‘ gemeinsam mit Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici einen Abend lang den Witz als literarische Minidramaturgie zelebrieren.

Neue Reihe im Literaturhaus

Ob allein oder im Gespräch mit Gästen – in dieser neuen Reihe des Literaturhauses Vorarlberg nimmt Michael Köhlmeier Themen in den Blick, die ihn beschäftigen: philosophische Fragen, literarische Stoffe aus Vergangenheit und Gegenwart oder auch die Dynamik, mit der Sprache unsere Gesellschaft in bewegt. Mal erzählt er aus eigener Perspektive, mal geht er mit Freund:innen und Weggefährt:innen in den Dialog.

Ob Michael Köhlmeier oder Michael Köhlmeier & friends: Immer warten Abende, die neugierig machen, den Blick weiten und uns alle mit neuen Gedanken und Sichtweisen in die Nacht entlassen.

Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen die Romane »Abendland« (2007), »Madalyn« (2010), »Die Abenteuer des Joel Spazierer« (2013), »Spielplatz der Helden« (2014, Erstausgabe 1988), »Zwei Herren am Strand« (2014), »Das Mädchen mit dem Fingerhut« (2016), »Bruder und Schwester Lenobel« (2018), »Matou« (2021), »Frankie« (2023) und zuletzt »Das Philosophenschiff« (2024), außerdem die Gedichtbände »Der Liebhaber bald nach dem Frühstück« (Edition Lyrik Kabinett, 2012) und »Ein Vorbild für die Tiere« (Gedichte, 2017) sowie die Novelle »Der Mann, der Verlorenes wiederfindet« (2017), »Die Märchen« (mit Bildern von Nikolaus Heidelbach, 2019) und »Das Schöne« (59 Begeisterungen, 2023).

Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk und 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis. (Quelle)