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in|:sta:|ge: Poetry for Protest

Poetisches ‚In-die-Sprache-Kommen‘ und protesttaugliches ‚Zur-Sprache-Kommen‘: Bereits zum fünften Mal verwandelt sich unser Instagram-Account in eine digitale Lyrik-Hörbühne. Dieses Mal öffnet sie sich vom 21. Oktober bis 17. November 2024 als Plattform für gesellschaftliche Reflexion!

Mit der Oktoberausgabe von in:|sta:|ge präsentieren wir auch in diesem Jahr Werke von zehn Lyriker:innen! Die Staffel ‚Poetry for Protest‘, die von der Kultur- und Kunstmanagement-Studentin Lilli Kim Schreiber der Zeppelin Universität kuratiert wurde, umfasst Beiträge von Bechir Lakani, Vidura Rodrigo, Clemens Schittko, Jannes Hansen, Julia Helfenberger, Julia Mantel, Leyla Luna Serbest, Magdalena Albrecht, Pauline Saller und Robert Tibke. Neben bekannten Lyriker:innen sind damit auch fünf studentische Stimmen vertreten.

Die Lyriker:innen stammen aus diversen geografischen und politischen Kontexten, darunter Tunesien, Sri Lanka, das Vereinigte Königreich sowie Deutschland, die Schweiz und Österreich, und machen ihre Stimmen im Rahmen unserer aktuellen in|:sta:|ge-Staffel ‚Poetry for Protest‘ hörbar. Als transkulturelles Ensemble haben die Künstler:innen ihre Gedichte über lyrisch ausgedrückten Protest auf Deutsch, Englisch und Arabisch eingelesen.

In diesem Jahr wird in|:sta:|ge laut für poetische Reflexion mit einem vielschichtigen und differenzierten Verständnis für die Verbindung individueller Bedürfnisse und sozialer Verantwortung im Kampf um Gerechtigkeit und das Recht, sich aufzulehnen. „Poetry for Protest“ legt dabei einen besonderen Fokus auf die Stimmen von Studierenden. Die Mehrsprachigkeit der Gedichte betont den universellen Charakter poetischer Reflexion und Protest in all seinen Facetten. Die Gedichte sind prägnant, kraftvoll und teilweise radikal. Sie verdeutlichen, wie das poetische ‚In-die-Sprache-Kommen‘ als Grundimpuls für das ‚Zur-Sprache-Kommen‘ durch Protest wirksam wird.

in|:sta:|ge richtet mit dieser Staffel sein Augenmerk auf das Nicht-Sprechen über alltägliche Dinge, die für die Mehrheitsgesellschaft oft tabuisiert oder mit Schuld und Scham belastet sind. Freiheitsrechte, die einzelnen Mitgliedern unserer Gesellschaft verwehrt bleiben, obwohl sie längst Menschenrechte und vielerorts auch Grundrechte sind; vergangene, jedoch nicht vergessene Kriegsverbrechen sowie häufig übersehene politische, soziale und feministische Kämpfe werden zurück in den Mittelpunkt gerückt.

Die ausgewählten Gedichte verdeutlichen die symbiotische Beziehung zwischen Aktivismus und Kunst und rufen zu einer fortwährenden, reflektierten Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart auf. Sie beleuchten insbesondere Themen wie Klassenkampf, soziale Ungleichheit, Catcalling, den Aufstieg rechter Parteien sowie feministische und queere Kämpfe für FLINTA+ und LGBTQIA+-Rechte und gegen das Spießbürgertum.

Das Projekt ist aus der Zusammenarbeit zwischen der Literaturinitiative „LitContest“ der Zeppelin Universität in Friedrichshafen gewachsen, die einen jährlich stattfindenden Schreibwettbewerb sowie Lesungen und den Podcast „15 Minuten Lyrik“ organisiert, und dem Literaturhaus Vorarlberg. Angeregt wurde diese Kollaboration durch Prof. Dr. Jan Söffner vom Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin Universität.