Stadtflüstern: Wie klingt dein Lieblingsort?
Welche Geschichten erzählt dein Lieblingsort? Was gibt es dort zu sehen, zu hören, zu erleben? Nachdem wir diese Frage bereits Schüler:innen der Mittelschule Hohenems Herrenried und Hohenemser Senior:innen gestellt haben, waren wir bei der dritten Runde des Stadtflüsterns gemeinsam mit Sandra Pozzera (Integrationsabteilung) neugierig zu erfahren, wie die Lieblingsorte von Menschen klingen, die nach Hohenems zugewandert sind.
Gemeinsam mit Autorin Ruth Schmiedberger sind Kateryna Kuropiatnyk, Rohullah Mohammadi, Hussein Alali, Joachim Kölsch sowie Erika Bekéné Galamb und Péter Beke an ihre Lieblingsorte gegangen: Ins Schwimmbad Rheinauen, ins Deutschcafé im ProKonTra, zum Spielplatz in der Schlossbergstraße, zur Installation Mariella Scherling Elia beim Salomon-Sulzer-Platz und zum Zick-Zack-Weg, der hinauf zur Burgruine führt. Dort sind unsere Stadtflüster:innen ins Erzählen gekommen: Sie sprechen von Orten für die Seele, über das Gefühl von Zuhause, von berührenden und amüsanten Ereignissen.

Der Lieblingsort in Hohenems von Kateryna Kuropiatnyk ist der Alte Rhein im Schwimmbad Rheinauen, denn dort fühlt sie sich an Schwimmbäder in ihrer Heimat, der Ukraine, erinnert. Überall singen Vögel, es ist ruhig und bequem, sodass alle Leute hier „chillen“ können, wie sie selbst sagt.
Wenn Erika Bekéné Galamb und ihr Mann Péter Beke an ihren Lieblingsort in Hohenems denken, fällt ihnen sofort der Zick-Zack-Weg ein. Gemeinsam mit Ruth Schmiedberger haben sie sich dort inspirieren lassen, aufzuschreiben, welche Empfindungen, Gefühle und Bilder in ihnen geweckt werden.


Für Rohullah Mohammadi gibt es in Hohenems einen Ort, an dem er sich besonders wohlfühlt: Das Deutschcafé im ProKonTra. Der Austausch dort mit anderen Menschen und die lockere Stimmung sind das, was ihm daran so gefällt – davon erzählt er in seinem Text:
Wenn Hussein Alali über Hohenems spricht, strahlen seine Augen – für einen einzigen Lieblingsort kann er sich nur schwer entscheiden. Getroffen hat er sich mit Ruth Schmiedberger und Elisa Sonderegger (ehemalige Leiterin des Kulturreferats der Stadt Hohenems) schließlich beim Spielplatz in der Schlossbergstraße. Hier verbringt er gerne Zeit mit seiner Frau und seinen drei Kindern.

Für Joachim Kölsch zeigt sich in seinem Lieblingsort in Hohenems, der Installation Mariella Scherling Elia beim Salomon-Sulzer-Platz, vor allem eines: Es ist der Ort, wo Menschen zusammenkommen können, egal welcher Religion sie angehören. Der Ort bestärkt ihn darin, sich für ein gutes Miteinander einzusetzen.

Nachdem alle Texte fertig verfasst wurden, haben alle Teilnehmer:innen ihre Texte in der Bücherei Hohenems eingelesen. Aufgenommen und geschnitten wurden sie von Bernhard Belej, vom Dornbirner Tonstudio TonZoo. Die Aufnahmen waren berührend: Sie haben deutlich gemacht, wie verbunden die Teilnehmer:innen sich mit den Orten in Hohenems fühlen und wie viel Freude ihnen das Schreiben der Texte gemacht hat.










Im September 2024 haben wir im Schlossplatz 4 ein Abschlussfest gefeiert und unsere Stadtflüster:innen mit ihren wunderbaren Texten hochleben lassen. Wir haben nacheinander alle Audio-Dateien, die entstanden sind, angehört. Die Texte haben uns gedanklich direkt an die Lieblingsorte der Stadtflüsterer:innen gebracht: Wir haben zusammen gelacht, waren gerührt und haben uns miteinander gefreut.












Besonders erfreut waren wir gemeinsam mit Sandra Pozzera, wer unserer Einladung gefolgt ist und mit uns gefeiert hat: Erika Kawasser (Stadträtin für Kultur, Gesellschaft, Senioren, Miteinander der Generationen), Bernhard Amann (Stadtrat für Soziales, sozialen Wohnbau, Pflege, Case- und Care-Management, Integration), Veronika Sutterlüty (Leiterin der Kulturabteilung), Janette Weigmann und Leila Götze (Büro für Gemeinwesen) sowie Ruth Schmiedberger.
Seid gespannt – bald werden die Schilder an den Lieblingsorten angebracht. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Ein herzlicher Dank geht an Elisa Sonderegger und Sophie Gruber (Kulturreferat der Stadt Hohenems) sowie an Sandra Pozzera (Integrationsabteilung). Außerdem danken wir Bernhard Belej von TonZoo für das aufmerksame Begleiten bei allen Tonaufnahmen, Katy Bayer vom Grafikbüro Grünkariert für die sorgsame grafische Gestaltung und unseren Unterstützer:innen.






