HausGeschichten: Standuhr oder Zeitmaschine?

Wenn eine 135 Jahre alte Standuhr zur Zeitmaschine wird, dann tauchen die Jugendlichen der Polytechnischen Schule Montafon ganz sicher gerade im Literaturhaus Vorarlberg in das Schreiben von Fantasy-Geschichten und Science Fiction ab. Gleich zu Beginn des neuen Jahres machte sich die Klasse K1 unter der Leitung von Angela Brugger wieder auf den Weg nach Hohenems. Autorin Katy Bayer weiß, wie sie die kleine, verschworene Truppe sofort wachbekommt. „Zip Zap“ oder auch „Poing“ schallt es plötzlich durch die erste Etage der historischen Villa. Ein Klatschspiel, das auf schnelle Reaktionen setzt, weckt die Schüler:innen sofort auf und sorgt dafür, dass sie am Start sind.




So dauert es auch nicht lange, bis die Teenager wieder einmal neugierig durch das Haus auf Entdeckungsreise gehen. Heute gilt es, nach Details Ausschau zu halten, hinter denen ungeahnte Geschichten stecken könnten. Obwohl die Jugendlichen sich längst wie selbstverständlich und sicher durch das kleine Labyrinth von Räumen und Türen des Literaturhauses bewegen, finden sie nicht nur immer wieder Ungesehenes, sondern auch ihre ganz eigene Schreibidee dahinter.
So wird für Jason das alte ehemalige Heizungselement der Rosenthals zum geheimen Waffenarsenal, das einer Spionagegruppe in der Villa äußerst dienlich ist. Für Marc betätigt der Knopf, mit dem früher die Dienstboten in das Spielzimmer gerufen wurden, an diesem Vormittag in Wahrheit einen ausgeklügelten Mechanismus, mit dem sich ein Geheimlabor auf dem Dachboden öffnet. Dagegen verwandelt sich die alte Standuhr im Esszimmer in eine Zeitmaschine, mit Hilfe derer Iwan Rosenthal in der Vergangenheit in die Vergangenheit reisen konnte, um die falsche Entscheidung, ein Altenheim abreißen zu lassen, zu korrigieren. „Heute sieht man der Uhr in keiner Weise mehr an, dass sie einen durch die Zeit schicken kann,“ beendet Aurel seine Fantasy-Geschichte, als am Ende des Workshops einige Geschichten auch hörbar werden.
Danke an die Initiative Double Check, die diese Momente mit ihrer finanziellen Unterstützung begleitet und in den Alltag des Literaturhauses und der Schüler:innen bringt! Ein großes Dankeschön geht auch an Katy Bayer, deren Ideenfüllhorn an kreativen Impulsen unerschöpflich ist, und an Angela Brugger sowie alle ihre Schüler:innen der Klasse K1 der PTS Montafon. Danke, dass ihr so seid, wie ihr seid, und euch der Weg zu uns nie zu weit ist!






