HausGeschichten: Who’s in the House?
11 Jugendliche der Polytechnischen Schule Montafon aus Bartholomäberg und ihre Lehrerin Angela Brugger haben uns besucht! Auf Socken haben sie sich neugierig und staunend mit uns auf den Weg durch das Literaturhaus gemacht – und das natürlich nicht grundlos! Im Rahmen eines besonderen Schreibworkshops, geleitet von der Autorin Katy Bayer, schreiben sich die Teenager in den kommenden Monaten auf ihre ganz persönliche Weise in die Villa und in ein besonderes Projekt des Literaturhauses Vorarlberg ein.
Bereits seit 2021 lädt das Team des Literaturhauses Vorarlberg immer wieder Autor:innen und Fotograf:innen dazu ein, die allmähliche Verwandlung der Villa und ihre Atmosphäre in Wort und Bild festzuhalten. Mit der Eröffnung des Literaturhauses im Frühjahr 2025 werden diese Bilder und Geschichten als HausGeschichten für alle Besucher:innen in der Villa sicht- und hörbar. Nach zahlreichen renommierten Autor:innen haben wir nun die Schüler:innen der K1der PTS Montafon gebeten, die letzten Monate der historischen Villa Franziska und Iwan Rosenthal vor ihrer Eröffnung als Literaturhaus Vorarlberg aus ihrer Perspektive und mit ihren Worten festzuhalten.

Dafür sind die Schüler:innen heute gemeinsam mit Katy Bayer zum ersten Mal in die Villa und ihre Geschichte abgetaucht. Sie haben sich auf einen Kick Off eingelassen, der sie durch ungewöhnliche Räume in eine längst vergangene Zeit führt. Doch wie schafft man eine erste gute Berührung zwischen Teenagern aus dem Jahr 2024 und dem 19. Jahrhundert? Katy Bayer bringt Zettel mit, auf denen sie verschiedene Errungenschaften von der Erfindung der Elektrizität, des ersten Telefons, des Motors über den ersten tragbaren Computer bis hin zum iphone festgehalten hat. „Sortiert mal! Was glaubt ihr, war zuerst da und was ist eher neu?“, fordert sie die Klasse auf. Schnell wird heiß diskutiert, was Sinn macht, was das Bauchgefühl und was der Kopf sagt. Fast unbemerkt entstehen nebenbei ein erstes Gefühl und Verständnis dafür, wie sich das Leben zu Zeiten von Franziska und Iwan Rosenthal angefühlt haben muss – auch für verschiedene Gesellschaftsschichten.






Die Villa trägt ihren Teil zu dieser Entdeckungsreise bei, denn hier ist er vor Augen, der große Luster, der sowohl Kerzen vorsieht als auch Glühbirnen. Hier kann man die Essensdurchreiche sehen und öffnen, die vom prachtvollen Esszimmer direkt in den Dienstbotentrakt des Gebäudes blicken lässt. Auch die nicht mehr intakte Steckdose, deren Kabel mit Stoff ummantelt auf der Tapete langführt, wird hier Wirklichkeit. Nach diesem Warm-Up beginnt ein erster kleiner Schreibprozess. Schnell sind die gemütlichsten Ecken gefunden, die Jugendlichen richten sich ein und fühlen sich sichtbar zuhause.
„Das war richtig gut!“, sagt Katy Bayer am Ende der zwei Stunden. Annika fragt, ob sie sich ein Video von dem Esszimmer machen darf, damit sie zu Hause weiterschreiben kann. Marc möchte wissen, wann denn der nächste Workshop hier in der Villa ist. Der ist im Dezember – und wir freuen uns alle schon jetzt aufeinander!
Wir danken der PTS Montafon und Angela Brugger für die Begeisterung und Bereitschaft, den weiten Weg von Bartholomäberg nach Hohenems und retour regelmäßig auf sich zu nehmen! Wir danken der Initiative Double Check, die dieses Projekt finanziell so wunderbar unterstützt! Vor allem danken wir Katy Bayer und den Schüler:innen, die sich auf dieses Schreibabenteuer und auf ein Haus einlassen, das mit viel Zauber und einigen Eigenheiten auf uns alle wartet.






