Datum
02.06.2024
Kategorie
writers:class
Schlagworte

Denn darum geht es eigentlich. Die writers:class der MS Hasenfeld Lustenau hat in diesem Schuljahr gelernt, kleine Zeichnungen zu machen, sogenannte Doodles anzufertigen, eigene Comicfiguren zu entwickeln und vom Micro-Comic bis hin zum Titelblatt alles selbst zu entwerfen. Motion Designerin Simone Knecht hat die Schüler:innen durch eine Welt der Bilder und visuellen Darstellungen geführt. Es scheint, als wären diese Übungen und ersten Erfahrungen im visuellen Storytelling nötig für das große Finale, dessen Start wir begleiten durften. Denn der Schritt vom Daumenkino bis hin zum eigenen Film ist nicht groß. Und so erstellen die Schüler:innen jetzt ihre eigenen Stop-Motion-Filme.

Stop-Motion ist jedem bekannt, der Kinderserien wie „Wallace & Gromit“ oder „Shaun das Schaf“ kennt. Doch es geht natürlich viel einfacher, wie Simone erklärt. Sie zeigt Videos auf YouTube, in denen Post-its, Stifte, Knöpfe oder Gummibärchen in Bewegung sind und unterhaltsame Geschichten mit wenig Aufwand erzählt werden. Der Trick dahinter? Während man früher noch jedes Bild analog abfotografieren bzw. abfilmen musste, um schließlich, ähnlich einem Daumenkino, eine Bewegung zu erzeugen, gibt es inzwischen Stop-Motion-Apps, die einem diese Arbeit samt Schnitt abnehmen. Doch die große Frage ist, wie Simone sagt: Was wollt ihr wie erzählen? Mit welchen Materialien wollt ihr eine Geschichte erzählen? Und welche Geschichte soll es sein? Wollt ihr zeichnen oder euch selbst ins Bild stellen? Wollt ihr eure Finger anmalen und mit Gesichtern versehen oder eure Buntstifte tanzen lassen? Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Schüler:innen bilden daraufhin Gruppen, so macht das Fantasieren gleich mehr Spaß, und als man schon den Eindruck bekommt, das wird heute nichts mehr, wie soll jetzt denn noch ein Film entstehen, machen sich die Gruppen ans Werk. Die Handys werden auf Stative geschnallt oder mithilfe von Bändern an spontane Konstruktionen gebunden, um die Bühne fest im Blick zu haben. Dann entstehen an Whiteboards Blumen, die wachsen und gedeihen, erblühen und bestäubt werden. Fußballzüge entwickeln sich zu einer lustigen Mindmap. Andere lassen sich von Minecraft inspirieren und bauen eine eigene Kulisse auf. Und ein Origami-Vogel versucht, seinen Platz in dieser Welt zu finden.

Wer hätte das gedacht, dass am Ende ganze Stop-Motion-Filme entstehen – begonnen hat es mit einem Doodle, einer kleinen handgefertigten Skizze, und endet in diesem Jahr mit einem selbst gemachten Film. Das ist schon ganz großes Kino!

Vielen Dank an die Direktion der MS Hasenfeld Lustenau, an Klassenvorstand Birgit Schwarzmann-Sohm, an Motion Designerin Simone Knecht, unsere Kooperationspartner W*ORT Lustenau und natürlich an alle Schüler:innen der writers:class für dieses wunderbare Projekt und die vielen berührenden Erfahrungen!

Ps.: Bald erscheint hier ein Rückblick auf vier Jahre writers:class der MS Hasenfeld Lustenau – seid gespannt!