seek&read: Franziska Rosenthal – Tiergartenweg

Einem geheimnisvollen Schatz auf der Spur

geschrieben von Sarah Michaela Orlovský. Illustration: Michael Roher.

Herzlich willkommen bei seek&read – einer literarischen Schnitzeljagd in Hohenems.
Schön, dass du uns gefunden hast. Du befindest dich auf einem kleinen Abenteuer, denn dieser Weg führt dich nicht nur durch die Villa Franziska und Iwan Rosenthal, sondern auch durch eine schöne Landschaft.
Die Autorin Sarah Michaela Orlovský nimmt dich mit auf eine geheimnisvolle Reise. Du wirst auf diesem Weg insgesamt sieben QR-Codes finden, schau genau, denn manche sind versteckt. Solltest du zufällig über einen QR-Code gestolpert sein und du befindest dich inmitten der Geschichte, ist das kein Problem. Die ersten QR-Codes liegen in der Villa Franziska und Iwan Rosenthal in Hohenems. Wenn du Interesse daran hast, diese Schatzsuche an Ort und Stelle von Anfang an zu erleben, dann gehe jetzt zum Literaturhaus Vorarlberg, das in der Villa wohnt und suche den nächsten QR-Code.

Für dieses seek&read benötigst du außerdem die seek&read Tasche, die vollgepackt ist mit Hinweisen und kleinen Überraschungen. Du kannst sie dir ganz einfach im Literaturhaus Vorarlberg ausleihen.

Viel Spaß bei seek&read,

Dein Literaturhaus Vorarlberg

Und es geht weiter:

Tiergartenweg

Franziska bleibt plötzlich stehen. Sie betrachtet ein altes weißes Haus ganz genau. Dann fährt sie mit den Fingern über die Tür, als würde sie etwas lesen. Schon geht sie weiter. Was kannst du an der Tür lesen?

Pfadis hinterlassen Spuren!

Vielleicht ist genau das Franziskas Geheimnis? Wer gut sucht, entdeckt überall Spuren. Jetzt bist du dran: Schaffst du es, drei Spuren zu finden? Aber Achtung: Keine Fußspuren!

Suche stattdessen

  • eine Spur der Zeit
    eine Spur der Natur
    eine Spur von Menschen

Du hast alle Spuren gefunden? Ich gratuliere dir!

Aber Franziska ist schon weitergelaufen. Lauf ihr nach, ich habe gesehen, dass sie auf einer Bank sitzt.

 Bank auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn
Bank auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn

Du hast die Bank gefunden, aber Franziska ist schon wieder weg? Wie schade! Setze dich trotzdem kurz hin, denn ich denke, auch Franziska hat sich hier ausgeruht und dabei vielleicht der Natur gelauscht. Schaffst du es 30 Sekunden ganz still zu sein? Lass jemanden die Zeit stoppen, versuche nicht zu sprechen, aber spitze deine Ohren und merke dir drei Geräusche, die du hörst!

Die Zeit ist um? Welche Geräusche hast du dir gemerkt? Zähle drei auf!

Hast du Tiere gehört? Vielleicht Vögel, die zwitschern? Bienen, die summen? Oder etwas, das im Gras raschelt?

Tiere sind richtige Überlebenskünstler. Sie können klettern, schleichen, stillstehen oder sich blitzschnell verstecken. Franziska Rosenthal scheint genau darüber nachzudenken. Sie schaut nach vorne, entdeckt die drei Turnstangen auf der linken Seite des Weges und lächelt plötzlich.

Ich glaube, sie hat eine Idee. Folge ihr und finde die Turnstangen!

Kletterstangen auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn
Kletterstangen auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn


Bist du angekommen? Dann probiere aus, ob du es den Tieren gleichtun kannst. Los geht’s:

  • Kannst du wie eine Fledermaus an der Stange hängen?
    Kannst du für 15 Sekunden stillstehen wie ein Reh, das im Wald ein Geräusch gehört hat?
    Kannst du so lautlos schleichen wie ein Fuchs auf der Jagd?

Geschafft? Wunderbar! Auch Franziska scheint zufrieden zu sein, denn sie ist bereits in Richtung Spitzeneggweiher weitergegangen. Doch plötzlich bleibt sie stehen. Zwischen all den Bäumen liegt ein riesiger Stein. Fast sieht er so aus, als würde er schon seit hunderttausend Jahren hier warten.

Stein auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn
Stein auf dem Tiergartenweg © Frauke Kühn

Vielleicht denkt Franziska darüber nach, dass Steine richtige Zeit-Speicher sind. Dieser lag vielleicht schon hier bevor Franziska geboren und die Villa gebaut wurde. Vielleicht sogar schon bevor es die Stadt Hohenems überhaupt gab, Und stell dir vor: Die ganze Zeit lag der Stein einfach hier. Im Regen. Im Schnee. In der Sonne. Jahr für Jahr.

Leg deine Hand auf den Stein. Wie fühlt er sich an? Warm oder kalt? Feucht oder trocken? Glatt oder rauh? Ob dieser Stein auch einen Namen hat? Donnerrücken? Moosnase? Schlaffels oder vielleicht Knirschbrocken? Überlege dir selbst einen Namen und flüstere ihn dem Stein zu.

Oh, ich sehe gerade, wie Franziska hinter einer Kurve verschwindet. Der Weg wird nun schmaler und ruhiger. Vielleicht hast du es schon bemerkt: Je näher ihr dem See kommt, desto stiller wird alles.

Liebe Eltern! Geht nun weiter bis zum Spitzeneggweiher. Haltet erst kurz am Ufer und lest weiter, bevor ihr den nächsten QR-Code sucht.

Und hier geht die Geschichte weiter.