zwischenfragen: Alex Stanić & Arpana Aischa Berndt über Trauer

Wie fühlt sich Trauer an? Wie begegnet man ihr im Alltag? Verändert Zeit tatsächlich ihre Intensität und welche Erwartungen stellt die Gesellschaft an Trauernde? Bei den zwischenfragen im Herbst spricht Alexandra Stanić mit Arpana Aischa Berndt über Trauer.
Kuratiert wurde die Herbstausgabe der zwischenfragen von Alexandra Stanić, Journalistin, ehemalige Chefreporterin bei VICE Österreich, Gründerin des Mater Magazins sowie Fotografin und Moderatorin. Sie ist Wienerin mit bosnischen Wurzeln, die sich für Gerechtigkeit, queere Themen, Feminismus und Body Positivity stark macht und auf ihrem Instagram-Kanal nicht nur über ihre Wurzeln, politische Themen und Diet Culture, sondern auch ganz offen über ihre Trauer spricht. Ein Thema, mit dem sie sich vielschichtig, ganz persönlich, aber auch auf struktureller Ebene auseinandersetzt.
An diesem Abend bittet Alex Stanić Arpana Aischa Berndt, Autorin für Prosa und Drehbuch und Kolumnistin des Missy Magazins, zu sich auf die Bühne. Berndt, die sich auch künstlerisch mit dem Thema Trauer auseinandersetzt, wird diesem Gefühl gemeinsam mit Alex Stanić an diesem Abend auf den Grund gehen.

Alexandra Stanić ist Journalistin und Expertin in feministischen und digitalen Diskursen. In den Sozialen Medien sowie in Vorträgen und auf Panels spricht sie über soziale Gerechtigkeit, Sexualität und Hass im Netz. Alexandra Stanić war Chefreporterin beim Wiener Stadtmagazin BIBER und bei VICE Österreich. Im November 2026 erscheint „Ausländergöre“ bei Goldmann. Sie lebt in Wien.

Arpana Aischa Berndt hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Kunst und Medien in Hildesheim studiert. Sie schreibt Prosa, Essays, Theaterstücke und Drehbücher, lehrt Kreatives Schreiben und leitet die Schreibwerkstatt Break Room. Sie hat die Literaturzeitschrift Bella triste herausgegeben und war Kolumnistin des Missy Magazines. Sie hat nach der Mitarbeit an dem Film Futur Drei (2020) den Katalog I SEE YOU – Gedanken zu Film FUTUR DREI herausgeben, einer kritischen Auseinandersetzung mit der filmischen Darstellung von queeren und migrantisierten Lebensentwürfen in Deutschland. Ihr Theaterstück Anders Lostfeierte im Juli 2025 an der Volksbühne Berlin Premiere.
Sie arbeitet als Dramaturgin, Sensitivity Reader und Consultant für Film- und Fernsehproduktionen mit einem Fokus auf diskriminierungssensiblem Erzählen und Produzieren. Ihr Spielfilm SIBS wurde vom Kuratorium junger deutscher Film gefördert und sie entwickelt momentan ihre eigene Original Serie mit Studio Zentral.
Sie schreibt in den Genres Drama, Comedy und Horror sowie deren Überschneidungen. Inhaltlich beschäftigt sie sich unter anderem mit Gewalt- und Machtverhältnissen, Trauer sowie Haunting-Erzählungen.
Mit unserer Programmreihe zwischenfragen öffnen wir zweimal im Jahr den Raum für neue Perspektiven: Prägende Stimmen aus Literatur und Kultur bringen Themen ein, die sie persönlich bewegen und laden dazu Gesprächspartner:innen ihrer Wahl ein. So entstehen Begegnungen, die über das Gewohnte hinausgehen, und die neue Denkanstöße von außen ins Haus holen.
Nach den ersten zwischenfragen mit FM4-Literaturexpertin Zita Bereuter und Kai Michel zur Evolution der Gewalt, den zweiten mit Spiegelbesteller-Autorin Alice Hasters und Raphaëlle Red über Zugehörigkeiten und den dritten mit Johannes Bullinger von @queerinliterature und Autorin Julia Jost über Mitgefühl, freuen wir uns nun auf die vierte Ausgabe.






